Aktuelle Themen

Aktuelle Informationen aus unserem Club

An dieser Stelle finden Sie Informationen und aktuelle Berichte zu verschiedenen Themen.


Bunkerpflege

‚ÄěBunker verlangen spielerisches Geschick vom Golfer und Handarbeit vom Greenkeeper.‚Äú

Bunker erg√§nzen die Spielbahnen in der Drivezone der Fairways und als Ann√§herungshindernis an den Golfgr√ľns.
Auf dem Golfplatz Haan-D√ľsseltal befinden sich insgesamt 66 Bunker, davon 41 an den Golfgr√ľns, 23 auf den Fairways und 2 auf den √úbungsanlagen.

Der ordentlich geharkte Bunker fordert vom Greenkeeping viel Disziplin und vor allem Handarbeit. Nicht nur das Harken und Rechen ist wichtig, sondern auch die angemessene Verteilung der Sandschicht sowie die Pflege der Bunkerböschungen und -kanten.

Vor der Golfsaison werden √ľber 100 t Sand aufgewendet, um den Bunkersand auszutauschen oder aufzuf√ľllen. Per Hand wird die Schichtst√§rke in jedem Bunkerbereich gepr√ľft und bei Bedarf erg√§nzt.
Die Bunkerb√∂schungen m√ľssen ebenfalls per Hand mittels Luftkissenm√§her gem√§ht werden, da die Gro√üm√§her die modellierten B√∂schungen sch√§digen w√ľrden.
Unkraut muss aus dem Bunker entfernt werden und die Bunkerkanten werden regelmäßig geschnitten und abgestochen.
Einmal alle Bunker harken und rechen zur Turniervorbereitung fordert den den Einsatz von 2 bis 3 Greenkeepern und dauert 3,5 bis 5 Stunden.

Als Hindernisse sind Bunker nicht unbedingt beliebt, jedoch gehören diese auf einem attraktiven und spielerisch interessanten Golfkurs dazu. Der Aufwand zur Herstellung und Unterhaltung der Bunker wird häufig unterschätzt.


‚ÄěSand der Baustoff des qualitativen Golfrasens‚Äú

‚ÄěSand ein Kennzeichen f√ľr Qualit√§t‚Äú

Sand auf Golfgr√ľns ist wenig attraktiv und beeintr√§chtigt die Spieloberfl√§che.

Greenkeeper kennen den schlechten Ruf des Sandes, jedoch ist Sand der wichtigste Baustoff auf Sportrasenflächen. Die häufigsten Fragen zum Thema sollen im Folgenden behandelt und erklärt werden.

Warum wird Sand angewendet?

Um die Strukturstabilit√§t der Rasentragschicht zu erhalten, m√ľssen j√§hrlich regelm√§√üige Besandungsma√ünahmen durchgef√ľhrt werden. Durch das Besanden bleibt die Durchl√§ssigkeit der obersten Bodenschicht erhalten, wodurch Wasserdurchl√§ssigkeit und Gasaustausch gew√§hrleistet werden. Die Rasennarbe wird durch die Sandgaben strukturiert und abgemagert, sodass die Bildung von Rasenfilz verhindert und ein schnelles abtrocken der Oberfl√§che erm√∂glicht wird. Au√üerdem werden Unebenheiten ausgeglichen und die h√§rte der Spieloberfl√§che verbessert.

Welcher Sand wird verwendet?

Bei der Beschaffung des geeigneten Sandes werden eine Reihe von Qualit√§tskriterien beachtet. Die Sande m√ľssen dem K√∂rnungslinienbereich f√ľr Rasentragschichten entsprechen. Die Korngr√∂√üen f√ľr Sande zur Verwendung auf Golfgr√ľns liegen im Fein- und Mittelsandbereich. √úblicherweise werden gewaschene 0/2 mm oder 0/1 mm Sande verwendet.

Wann werden Besandungsma√ünahmen durchgef√ľhrt?

Besandungsma√ünahmen k√∂nnen w√§hrend der gesamten Vegetationsperiode von April bis September durchgef√ľhrt werden.Gr√∂√üere Besandungen > 2 l/m2 werden in der Regel mit Vertikutier-, Aerifizier-, Schlitz- oder Tiefenlockerungsma√ünahmen kombiniert, um die Rasennarbe zu stabilisieren oder die Rasentragschicht zu verbessern. Gr√∂√üere Besandungsma√ünahmen werden im Fr√ľhjahr zum Anfang und im Herbst zum Ende der Golfsaison vollzogen.

Die regelm√§√üige Ausbringung kleinerer Teilgaben von 0,5- 2 l/m2 wird als Topdress bezeichnet und mehrmals pro Jahr auch w√§hrend der Golfsaison durchgef√ľhrt.

Wie lange wird die Spieloberfl√§che auf Golfgr√ľns beeintr√§chtigt?

Beeinträchtigungen der Spieloberfläche durch Besandungsmaßnahmen hängen von der Verwendeten Sandmenge pro Quadratmeter ab.

Größere Besandungsmaßnahmen > 2 l/m2 können die Spieloberfläche 2 bis 3 Wochen beeinträchtigen, da der Rasen erst durch die Sandabdeckung hindurch wachsen muss.

Kleinere Besandungs- und Topdressma√ünahmen < 2 l/m2 beeintr√§chtigen die Spieloberfl√§che maximal 1 Woche, da die geringen Sandmengen meist z√ľgig in der Rasennarbe verschwinden.

Die Akzeptanz des Golfers f√ľr Besandungs- und Pflegema√ünahmen ist wichtig, denn ohne die regelm√§√üige Anwendung von Sand ist es nicht M√∂glich qualitativ hochwertige und funktionsf√§hige Golfgr√ľns herzustellen. Die Wahrnehmung intensiver Besandungsma√ünahmen am Anfang und Ende der Golfsaison sollten nicht als Beeintr√§chtigung wahrgenommen werden, sondern als Kennzeichen funktionierender und zielgerichteter Platzpflege.


Wurzeln

Die N√§hrstoffversorgung der Pflanzen erfolgt zum gr√∂√üten Teil √ľber ihre Wurzeln. Die eigentliche Nahrungsaufnahme funktioniert dabei √ľber ihre noch viel feineren "Wurzelhaare". Auch wenn Gr√§ser in der Lage sind, gewisse Stoffe √ľber die Halme aufzunehmen, so ist ein m√∂glichst ausgepr√§gtes Wurzelsystem dennoch die allerwichtigste Grundlage f√ľr deren nachhaltigen Bestand.

Bevor der Rasen im Fr√ľhling mit dem oberirdischem Wachstum beginnt, bilden die einzelnen Pflanzen neue Wurzeln aus, welche nach in Fl√ľssigkeit gel√∂sten N√§hrstoffen suchen sollen. Wurzeln brauchen Sauerstoff! Deshalb werden besonders zu Beginn und zum Ende der Vegetationszeit n√∂tige Bodenbel√ľftungsma√ünahmen (Lochen) durchgef√ľhrt.


Es muss nicht immer gr√ľn sein, um gut zu sein!

Wie gut präsentieren sich Golfanlagen auch während anhaltender Trockenperioden? Und wie gut können sie in Zukunft mit - zum Teil aus globaler Trinkwasserknappheit resultierenden - weiteren Restriktionen umgehen?

Oftmals werden insbesondere Golfgr√ľns durch den regelm√§√üigen Einsatz der Beregnungsanlage auf unnat√ľrlich weiche Landezonen reduziert. Dies hat aber zur Folge, dass die eigentliche Spielqualit√§t eine Verschlechterung erf√§hrt. Hinzu kommt, dass der verantwortliche Greenkeeper durch ein solches Wassermanagement eine Art Teufelskreis aus Folgeproblemen bewirkt, welche ihn dazu bringen, noch mehr Wasser, noch mehr D√ľnger und vor allem Pflanzenschutzmittel zur Bek√§mpfung von Rasenkrankheiten einzusetzen, die am Ende vielleicht selbst verschuldet sind.


Landezone oder Puttoberfläche?

Es mag zwar vorkommen, dass ein Golfer von durchschnittlicher Spielst√§rke sich dar√ľber freut, wenn sein mit einem Eisen 7 - eigentlich etwas zu d√ľnn - getroffener Ball direkt an der Einschlagstelle auf dem Gr√ľn zu liegen kommt. Aber oftmals nimmt er dabei billigend in Kauf, dass die Ballrolleigenschaften dieser schwammigen Oberfl√§che eigentlich eher zu w√ľnschen √ľbrig lassen.
Bei Profispielern hat es daher eher selten etwas mit dem Wassersättigungsgrad des Bodens zu tun, wenn sie den sogenannten "Backspin" produzieren. Sie treffen den Ball einfach anders!
Die offizielle Definition des R&A, St.Andrews f√ľr ein "gutes Golfgr√ľn" lautet in der Kurzfassung: "fest, schnell und treu".