Die Nährstoffversorgung der Pflanzen erfolgt zum größten Teil über ihre Wurzeln. Die eigentliche Nahrungsaufnahme funktioniert dabei über ihre noch viel feineren "Wurzelhaare". Auch wenn Gräser in der Lage sind, gewisse Stoffe über die Halme aufzunehmen, so ist ein möglichst ausgeprägtes Wurzelsystem dennoch die allerwichtigste Grundlage für deren nachhaltigen Bestand.
Bevor der Rasen im Frühling mit dem oberirdischem Wachstum beginnt, bilden die einzelnen Pflanzen neue Wurzeln aus, welche nach in Flüssigkeit gelösten Nährstoffen suchen sollen.
Wurzeln brauchen Sauerstoff! Deshalb werden besonders zu Beginn und zum Ende der Vegetationszeit nötige Bodenbelüftungsmaßnahmen (Lochen) durchgeführt.
Nachhaltige Golfplatzpflege
An dieser Stelle finden Sie Informationen und aktuelle Berichte zu verschiedenen Themen.
Aktuelle Informationen aus unserem Club
Wurzeln

Ascophyllum nodosum
Meeresalge - mit erstaunlichen Fähigkeiten.
Die vorwiegend an den Küsten des Nordatlantiks beheimatete Knotenalge enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die sich in extrahierter Form hervoragend als Pflanzenstärkungsmittel eignen.
Auf den sandigen Golfplätzen der britischen Inseln wird zerkleinertes Pflanzenmaterial bereits seit Jahrzehnten als Bodenhilfsstoff verwendet.
Dieser "organische Dünger" wird auch auf unseren Grüns in einem neuartigen Verfahren eingesetzt und gelangt damit direkt an die Wurzeln.
Produktinformationen unter:Seaweed
Licht! - Warum besonders die Sonne am Morgen für Gräser so wichtig ist.
Vereinfacht dargestellt besteht Licht aus elektromagnetischer Strahlung im Mittelwellenbereich.
Was dem menschlichen Auge z.B. als Farbe erscheint, ist eigentlich nur die Reflexion des entsprechenden Spektralbereiches dieser Strahlung. Wie gesagt, vereinfacht dargestellt. Am Beispiel des Regenbogens erstreckt sich für uns dieses Spektrum der Farben von rot - orange über gelb - grün bis hin zu blau - violett. Diese Folge entspricht etwa der wechselnden Einstrahlung der Sonne im Verlaufe eines Tages. Zu- und abnehmend in der jeweiligen Intensität, abhängig von ihrem Winkel zum Bezugspunkt - hier Grün 6.
Während für den Menschen der gelb - grüne Anteil am Wichtigsten ist, da dieser als besonders hell empfunden wird, so ist für die meisten Pflanzen der rot - orangene, bzw. der blau - violette Teil des Lichts existenziell. Warum? - Nun einfach gesagt, weil sie "grün sind".
Die eher blau - grün erscheinenden, feinen Gräser (Agrostis/Festuca) benötigen daher besonders den rot - orangenen Anteil der Strahlung, deshalb werden links von Grün 6 (Osten) etliche Pflanzen entfernt, die genau dieses Licht ansonsten restlos aufbrauchen würden.
In Zusammenarbeit mit dem Forstamt und der Stiftung Hephata werden Maßnahmen (Baumfällungen) beschlossen, die sowohl dem Erhalt des Waldes, als auch der Zukunft von Grün 6 dienlich sind.
Steinkauzprojekt

Mehr als 40 Obstbäume wurden seit Herbst 2010 beim zweiten Abschnitt des Platzumbaus neu und fachgerecht angepflanzt, und zwar an verschiedenen Stellen im Bereich der Bahnen 15-17sowie neben Bahn 4. Auf diesem leicht zur Düssel abfallenden Gelände werden sich die Golferinnen und Golfer bereits in wenigen Jahren während der Baumblüte und bei der Ernte schmackhafter Äpfel, Pflaumen, Mirabellen und Süßkirschen stets aufs Neue über den Nutzen dieser Pflanzaktion freuen können.
Noch wichtiger werden die Obstbäume als Zufluchts- und Brutstätte für besonders bedrohte Vogelarten sein. Vorrangig geht es zunächst um die Sicherung der Lebensgrundlagen für den in Golfplatznähe lebenden Steinkauz.
Die links von Bahn 16 entstehende neue Obstwiese, die ideal gelegen ist und nach weiteren Anpflanzungen an den bestehenden Altbaumbestand in der Nachbarschaft angebunden wird, bildet den Schwerpunkt der Steinkauzaktion. Dort werden in Kürze die Niströhren aufgestellt. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich die kleine Eule eines nicht zu fernen Tages auf unserem Golfgelände beobachten lässt.

Wissenswertes über die kleine Eule
Dieses Naturschutzprojekt liegt im besonderen Interesse unseres Golfclubs. Da für seine Fortsetzung keine weiteren Clubmittel zur Verfügung stehen, kommt es jetzt auf die finanzielle Unterstützung möglichst vieler engagierter Mitglieder an.
Mit Einzelspenden von jeweils 100 € konnten im Frühjahr 2011 nochmal 13 zusätzliche Bäume im Bereich der Bahn 15 angepflanzt werden.
Herzlichen Dank dafür an dieser Stelle!
Für die Anschaffung geeigneter Nisthilfen sowie die Erweiterung der Streuobstwiesen im nächsten Herbst sind weitere Spender herzlich willkommen.
Ist Ihr Interesse am Steinkauzprojekt geweckt? Setzen Sie sich bitte wegen der Einzelheiten einer Spende mit unserem Clubsekretariat in Verbindung.
Es muss nicht immer grün sein, um gut zu sein!

Wie gut präsentieren sich Golfanlagen auch während anhaltender Trockenperioden?
Und wie gut können sie in Zukunft mit - zum Teil aus globaler Trinkwasserknappheit resultierenden - weiteren Restriktionen umgehen?
Oftmals werden insbesondere Golfgrüns durch den regelmäßigen Einsatz der Beregnungsanlage auf unnatürlich weiche Landezonen reduziert. Dies hat aber zur Folge, dass die eigentliche Spielqualität eine Verschlechterung erfährt.
Hinzu kommt, dass der verantwortliche Greenkeeper durch ein solches Wassermanagement eine Art Teufelskreis aus Folgeproblemen bewirkt, welche ihn dazu bringen, noch mehr Wasser, noch mehr Dünger und vor allem Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Rasenkrankheiten einzusetzen, die am Ende vielleicht selbst verschuldet sind.
Landezone oder Puttoberfläche?

Es mag zwar vorkommen, dass ein Golfer von durchschnittlicher Spielstärke sich darüber freut, wenn sein mit einem Eisen 7 - eigentlich etwas zu dünn - getroffener Ball direkt an der Einschlagstelle auf dem Grün zu liegen kommt. Aber oftmals nimmt er dabei billigend in Kauf, dass die Ballrolleigenschaften dieser schwammigen Oberfläche eigentlich eher zu wünschen übrig lassen.
Bei Profispielern hat es daher eher selten etwas mit dem Wassersättigungsgrad des Bodens zu tun, wenn sie den sogenannten "Backspin" produzieren. Sie treffen den Ball einfach anders!
Die offizielle Definition des R&A, St.Andrews für ein "gutes Golfgrün" lautet in der Kurzfassung: "fest, schnell und treu".
Kein Job für Greenkeeper!
Aus aktuellem Anlass weisen wir nochmals darauf hin, dass es zu den Pflichten eines jeden Spielers gehört, Pitchmarken auf dem Grün zu reparieren. Oftmals sind sie - auf den ersten Blick - nicht gut zu erkennen, oder die Eigene ist vielleicht gerade nicht auffindbar, trotzdem können Sie derzeit davon ausgehen, dass - leider auf allen Grüns - immer welche vorhanden sind.
Bitte ermutigen Sie auch Mitspieler dafür Sorge zu tragen, dass derartige Spielschäden beseitigt werden, denn die Greenkeeper werden es nicht tun - es ist nicht ihre Aufgabe - jedenfalls nicht innerhalb ihrer Arbeitszeit.

